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Wind |
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Akustische Virtuell
Temperatur
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls ist über eine Wurzelfunktion
von der absoluten Temperatur der Luft abhängig, jedoch annähernd unabhängig
vom Luftdruck und nur gering abhängig von der Luftfeuchte. Daher kann dieser
physikalische Zusammenhang für eine Temperaturmessung der Luft bei bekannter
und konstanter chemischer Zusammensetzung genutzt werden.
Es handelt sich hierbei um eine Messung der Gastemperatur ohne den Umweg
der thermischen Kopplung dieses Gases zu einem Messfühler.
Die Vorteile dieser Meßmethode bestehen zum einen in ihrer trägheitsfreien
Reaktion auf die aktuelle Gastemperatur, zum anderen in der Vermeidung von
Messfehlern wie sie z.B. durch Aufheizung eines Festkörper - Temperatursensors
durch Strahlung bekannt sind.
Wegen der schwachen Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls
von der Luftfeuchte bezieht sich die "akustische Virtuell Temperatur" auf
trockene Luft (0% Feuchte) unter gleichen Druckbedingungen wie die aktuell
gemessene.
Die Abweichung der gemessenen "akustischen Virtuell Temperatur" zur realen
Lufttemperatur ist linear vom absoluten Feuchtegehalt der Luft abhängig.
Der Anteil des Wasserdampfes in der Luft führt anteilsmäßig zu einer Erhöhung
der Schallgeschwindigkeit, da H2O Moleküle etwa nur
die Hälfte der Masse der restlichen Luftmoleküle (O2
und N2) besitzen.
Die Erhöhung der Schallgeschwindigkeit führt zu einer scheinbaren (virtuellen)
Erhöhung der gemessenen Temperatur feuchter Luft im Vergleich zu trockener
Luft gleicher Temperatur.
Die Abweichung der gemessenen Virtuell Temperatur von feuchter Luft zur
realen Lufttemperatur kann bei Kenntnis der absoluten Feuchte etwa nach
folgendem Zusammenhang korrigiert werden:
Tr = Tv - 0,135 K * m3 / g * a
Wobei Tr die
reale Lufttemperatur darstellt, Tv die gemessene akustische Virtuell
Temperatur und a die absolute Feuchte in Gramm H2O
pro m³ Luft.
Bei einer Lufttemperatur von 20°C liegt die Virtuell Temperatur bei 100%
rel. Feuchte um etwa 2 K zu hoch.
Dämpfungsverhältnis
Maß für die Dämpfung von Windfahnen. Es ist das Verhältnis der aufeinanderfolgenden
gedämpften Auslenkungsamplituden (z.B. 3. zur 1. Amplitude) in einer Richtung.
Gray-Code
Einstufiger digitaler Code für die Windrichtung.
Entfernungskonstante
ist der vom Wind zurückgelegte Weg, der dann erreicht wird, wenn nach einer
sprunghaften Windgeschwindigkeitsänderung die Geschwindigkeit 63% ihres Endwertes
erreicht hat.
Belastung
Maximal zulässige Windgeschwindigkeit, bei der die Windmessgeräte noch
keinen Schaden erleiden.
Windstärke
Klasseneinteilung nach "Beaufort" (bft) für bestimmte Windgeschwindigkeitsbereiche.
Windgeschwindigkeit
Gebräuchliche Einheiten sind : 1 m/s = 3,6 km/h = 1,9455 Knoten
Windrichtung
Angabe der Richtung aus der der Wind kommt. Die Angabe erfolgt im Uhrzeigersinn
von Nord über Ost (90°), Süd (180°) und West (270°) nach Nord (360°).
Anlaufwert
Die Windgeschwindigkeit, bei der ein Schalenstern, bzw. die Windfahne beginnt
sich zu bewegen.
Nachweisgrenze
Der unterste Wert der Windgeschwindigkeit und Windrichtung, bei der sich ein
stabiler Messwert einstellt.
Variation
ist der Bereich, in dem sich die Windrichtung in den letzten 10 Minuten geändert
hat (nach ICAO).
Gleitender Mittelwert
ist der Mittelwert, der in kürzeren Zeitabständen als die Mittelwertzeit erneuert
wird.(z.B. 10 min.-Mittelwert wird jede Sekunde erneuert )
Arithmetischer Mittelwert
Der Quotient aus der Summe aller Einzelwerte und der Anzahl der Werte, innerhalb
der Mittelwertzeit.
Vektorieller Mittelwert
Berechnungsverfahren: Die Einzelvektoren, gemessen als Windgeschwindigkeit und
Richtung werden in rechtwinklige Komponenten zerlegt. Die Komponenten werden
arithmetisch gemittelt, diese Mittelwerte werden zum vektoriellen Mittelwert
zusammengesetzt.
Vektorieller Mittelwert
mit Einheitsvektoren
Ausschliesslich für die Windrichtung verwendet. Für die Einzelvektoren wird
dabei eine konstante Windgeschwindigkeit angenommen.